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Was ist eine Förderung?

Was ist eine Förderung?

Eine Förderung ist eine finanzielle Unterstützung, die helfen soll, Vorhaben zu verwirklichen.

Für die meisten Förderungen gilt:

  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung.
  • Ein Projekt oder ein anderes Vorhaben wird nur gefördert, wenn
    • es ohne die entsprechende Förderung nicht oder nicht zur Gänze in Angriff genommen oder durchgeführt werden kann, und
    • wenn bei Gewährung der Förderung die Finanzierung gesichert ist. Das bedeutet für die Kalkulation, dass unter Berücksichtigung aller Förderungen weder Gewinn noch Verlust gemacht werden darf
  • Die Förderung muss vor Durchführung des Vorhabens beantragt werden.
    Viele Förderstellen verlangen, dass das Ansuchen bereits eine bestimmte Zeit vor der Durchführung gestellt werden muss, um noch bearbeitet werden zu können (zum Beispiel sechs Wochen). Für viele Förderungen, besonders für jene, bei denen in die Entscheidungsprozesse ein Kuratorium, Beirat oder eine Jury eingebunden ist, gibt es bestimmte festgesetzte Termine, bis zu diesen Ansuchen gestellt werden können.
  • Die Fördermittel müssen sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig eingesetzt werden.
  • Eine Förderung gibt es nur dann verbindlich, wenn eine schriftliche Zusage vorliegt.
  • Mit der Annahme einer Förderung wird ein verbindlicher Vertrag mit der fördernden Stelle eingegangen, der mit Auflagen verbunden ist. Diese sind zu erfüllen. Dazu zählen zumeist: die widmungsgemäße Verwendung des Geldes, Hinweise auf die Förderungen in allen Druckwerken und anderen Veröffentlichungen (z. B. durch Logo der fördernden Stelle), Projektbericht und Projektabrechnung.
  • Die fördernde Stelle hat das Recht, Förderungen nicht auszuzahlen oder zurückzufordern, wenn wesentliche Bedingungen nicht eingehalten werden.
  • Wesentliche Änderungen (wie zum Beispiel Verschiebungen von Veranstaltungen, Ausfall von Vorstellungen oder Vorführungen oder Änderungen in der Finanzkalkulation) sind den fördernden Stellen unverzüglich mitzuteilen.

Tipp: Bei manchen Förderstellen ist es besser, Ansuchen zu Beginn des Jahres zu stellen, bevor das Budget verplant ist.


Welche Förderungen gibt es?

Die wichtigsten Förderarten sind:

  • Projektförderungen (Förderungen für inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Tätigkeiten wie z. B. Veranstaltungen)
  • Investitionsförderungen
  • Förderungen von Jahrestätigkeiten und Jahresprogrammen (Förderungen kontinuierlich arbeitender Organisationen, die hauptsächlich an schon länger bestehende Organisationen vergeben werden).

Außerdem gibt es Preise und Stipendien, mit denen ebenfalls künstlerische und kulturelle Aktivitäten gefördert werden. Allerdings werden Preise nach der Umsetzung von Vorhaben verliehen. Stipendien sind meist nicht an die Umsetzung konkreter Vorhaben gebunden.


Wer kann Förderungen beantragen?

In vielen Fällen können Ansuchen für Projektförderungen und Förderungen von Jahrestätigkeiten und Jahresprogrammen nur von Vereinen und anderen juristischen Personen sowie Personengesellschaften gestellt werden, die ihren Sitz in Österreich haben.

In anderen Fällen können Ansuchen auch von Einzelpersonen gestellt werden, vielfach aber nur, wenn sie ihren Wohnsitz seit mindestens zwei oder drei Jahren bei Landesförderungen im jeweiligen Bundesland und bei Bundesförderungen in Österreich haben. Eventuell ist auch die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaats oder eines anderen EWR-Mitglieds erforderlich.

Um Preise und Stipendien dürfen sich überwiegend nur Einzelpersonen bewerben.


Wie komme ich zu einer Förderung?

  • Am Anfang steht die Idee. Diese gilt es, vorerst zumindest grob zu konkretisieren:
    • Was ist geplant?
    • Was wird es kosten?
    • Welche Einnahmemöglichkeiten gibt es?
    • Wie viel Geld ist zusätzlich erforderlich, damit das Vorhaben realisiert werden kann?
  • Dann kann nach geeigneten Förderungen verschiedener Förderstellen gesucht werden.
    Die Übersicht über die wichtigsten Förderprogramme in unserer Broschüre hilft dabei.
    Die meisten Förderbedingungen erlauben die Kombination mehrerer Förderungen verschiedener Förderstellen. Vielfach ist es sogar Bedingung, dass ein Vorhaben auch von zumindest einer anderen Körperschaft gefördert wird (Kofinanzierung durch andere Förderstellen).
  • Die genauen und aktuellen Bestimmungen für die entsprechenden Förderungen sind auf den Websites der jeweiligen Förderstellen zu finden und sollten genau gelesen werden.
  • Insbesondere ist zu recherchieren: Wer ist antragsberechtigt? Welche Bedingungen sind zu erfüllen? Welche Termine sind einzuhalten? Was muss ein Ansuchen enthalten (Antragsformular, Beilagen ...)?
  • Zur besseren Orientierung, welche Stelle welche Projekte in welchem Ausmaß fördert, kann nach Veröffentlichungen von bislang ausbezahlten Förderungen gesucht werden. Viele fördernde Stellen veröffentlichen jährliche Berichte (z. B. Kunst- und Kulturbericht der Stadt Wien, Kunstbericht des Bundeskanzleramts).
  • Ein Ansuchen muss schriftlich gestellt werden. Dabei sind meistens dafür von der Förderstelle aufgelegte Formulare zu verwenden. Manche Anträge können auch online gestellt werden. Ein Ansuchen muss enthalten:
  • Möglichst konkrete Beschreibung des geplanten Vorhabens: Was wird gemacht? Wann wird es gemacht? Wo wird es gemacht? Warum ist es wichtig, es zu machen? Welche Auswirkungen hat das Projekt?
  • Darstellung der antragstellenden bzw. durchführenden Organisation oder Personen: Was sind die Ziele der Organisation (Vereinszweck)? Bisherige Tätigkeiten: Welche Projekte hat die Organisation bzw. haben die Personen bereits durchgeführt?
  • Kalkulation: Welche Ausgaben fallen an? Mit welchen Einnahmen sollen diese Ausgaben abgedeckt werden? Für die meisten Ansuchen sind eigene Kalkulationstabellen der Förderstelle zu verwenden. Als Einnahmen sind alle erwarteten Förderungen aller Stellen anzugeben, bei denen um Förderung angesucht wird, alle erwarteten Sponsoringeinnahmen, Eigenmittel, etwaige Eintrittsgelder und sonstigen Einnahmen. Die Summe aller Einnahmen und die Summe aller Ausgaben müssen gleich groß sein. So wird nachgewiesen, dass das geplante Projekt ohne die beantragte Förderung nicht oder nicht zur Gänze in Angriff genommen oder durchgeführt werden kann, sowie dass es bei Gewährung der Förderung finanziell gesichert ist. Unterschiedlichen Stellen dürfen keine voneinander abweichenden Kalkulationen vorgelegt werden!
  • Für viele Förderungen werden weitere Angaben verlangt. Außerdem können verschiedene Nachweise vorgeschrieben werden, die dem Ansuchen beigelegt werden müssen. Bei Ansuchen durch Vereine ist ein Vereinsregisterauszug beizulegen, bei Erstanträgen auch ein Exemplar der Vereinsstatuten.
  • Ansuchen müssen von den dafür berechtigten Personen unterschrieben werden.
    Bei Vereinen sind es jene Personen, die den Verein laut Statuten nach außen vertreten dürfen. Diese Personen sind auch auf dem Vereinsregisterauszug angegeben. (Einer der häufigsten Formfehler ist, dass ein Ansuchen von den falschen Personen unterschrieben wurde!)
  • Nach einer Förderzusage ist ein Fördervertrag zu unterzeichnen. Die Bedingungen des Vertrags sind zu beachten und einzuhalten.
  • Bei Absagen einzelner Förderstellen ist eine Anpassung der Kalkulation erforderlich, die anderen Förderstellen mitzuteilen ist.
  • Absagen werden meist nicht begründet. Nachfragen sind aber möglich. Eventuell hat ein adaptierter Antrag zu einem anderen Zeitpunkt bessere Chancen.


Was ist nach dem Vorhaben zu machen?

Nach Durchführung des Vorhabens muss den fördernden Stellen innerhalb einer bei der Förderzusage gestellten Frist nachgewiesen werden:

  • die Durchführung des geförderten Projekts
  • die widmungsgemäße Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel
    Die Ansprüche an diese Nachweise sind je nach fördernder Stelle, nach Art und nach Ausmaß der Förderung unterschiedlich. In der Regel ist in der Förderzusage festgelegt, wann und wie dieser Nachweis zu erbringen ist.

    In der Regel wird verlangt:
    • Projektbericht: eine Dokumentation des Projekts bzw. der Tätigkeiten, z. B. schriftliche Zusammenfassung mit Bildern, Videos, allen im Rahmen des Projekts erstellten Druckwerken, Bild- und Tonträgern sowie sonstigen Publikationen, Aufzeichnungen über Besucher_innenzahlen, Pressespiegel etc.
    • Budgetabrechnung: Es kann eine gesamte Abrechnung aller Einnahmen und Ausgaben des Projekts verlangt werden oder aber auch nur eine Aufstellung aller Ausgaben, die mit Mittel der jeweiligen fördernden Stelle bezahlt wurden (konkrete Bedingungen beachten!). Die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben sollten der beim Ansuchen eingereichten Kalkulation weitgehend entsprechen, außer wenn gröbere Abweichungen der fördernden Stelle bereits gemeldet und von diesen genehmigt worden sind.
    • Originalbelege: Viele fördernde Stellen verlangen die Vorlage der Originalbelege für alle Ausgaben, die mit Mitteln ihrer Förderung bezahlt wurden. Als Originalbeleg wird dabei eine Rechnung oder Honorarnote angesehen, die einen Stempel oder eine Unterschrift der Rechnungsausstellenden trägt. Heutzutage übliche per E-Mail erhaltene und ausgedruckte Rechnungen werden meist nicht anerkannt. Damit soll vermieden werden, dass dieselbe Rechnung unterschiedlichen fördernden Stellen vorgelegt wird. Es müssen daher während des gesamten Projektverlaufs alle Rechnungen gesammelt und daraufhin überprüft werden, ob sie von der fördernden Stelle anerkannt werden.

Tipp: Im Notfall von den Aussteller_innen der Rechnung eine gestempelte und/oder unterschriebene Rechnung nachfordern!

Erfahrungsgemäß werden Kassenzettel von Super- und Fachmärkten und dergleichen zumeist anerkannt (im Zweifel bei der Förderstelle nachfragen). Die Belege werden von den Förderstellen geprüft und mit einem entsprechenden Vermerk an die Antragstellenden retourniert.

Das kann mehrere Monate dauern! Wenn eine Rechnung von mehreren fördernden Stellen jeweils nur zum Teil gefördert wurde, vermerkt jede fördernde Stelle auf den Originalbelegen, wie viel sie dazu beigetragen hat.

Tipp: Bevor die Originalbelege den fördernden Stellen übergeben werden, unbedingt Kopien anfertigen.

 

>Zur Förderungendatenbank dasfundus.net


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