Die IG Kultur Wien – Österreichs einzige urbane Interessensvertretung für freie Kulturarbeit – nimmt die Wiener Gemeinde- und Landtagswahlen am 10. Oktober 2010 zum Anlass, im Rahmen ihrer Diskussionsreihe Kultur? die Regierungspartei (SPÖ) und Opposition (Die Grünen, ÖVP) einzuladen, um sie über die letzte Legislaturperiode Bilanz ziehen zu lassen. Diskutiert werden auch ihre kulturpolitische Visionen.
Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien
Beginn: 19.00
2. 6. 2010
Wiener Kulturpolitik: Franz Ferdinand Wolf (ÖVP)
Den Auftakt macht die ÖVP. Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Subventionsvergaben - schließlich geht es um öffentliche Gelder - sind wiederholte Forderungen und Kernstück ihres kulturpolitischen Programms.
Was sind ihre weiteren Forderungen, Visionen und Konzepte? Was sind ihre Kritikpunkte an der aktuellen kulturpolitischen Situation im roten Wien? Konnte ÖVP Kulturpolitik bereits umgesetzt werden? Und wozu braucht es überhaupt Kulturpolitik?
Fragen an Franz Ferdinand Wolf (Kultursprecher, ÖVP Wien) stellen Caroline Krupp (IG Kultur Wien, Vorstand) und Rosa Winkler-Hermaden (derStandard.at).
8. 6. 2010
Wiener Kulturpolitik: Ernst Woller (SPÖ)
Geht es nach der aktuell alleine regierenden SPÖ Wien, muss Kultur für alle da sein.
Die vergangenen neun Jahre waren geprägt von Reformen in den Bereichen Theater und digitaler Medien sowie Restrukturierungen bei der Vergabe von Förderungen von Kunst im öffentlichen Raum, der Schaffung eines Kleinfördertopfes für Jugendliche und die Etablierung eines Kulturpasses u.v.m. Alles kontrovers diskutierte und kulturpolitische Entscheidungen.
Was ist die Bilanz nach neun Jahren SPÖ Kulturpolitik? Was ist gelungen, was bleibt und was blieb auf der Strecke? Wie geht es weiter? Und wozu braucht es überhaupt Kulturpolitik?
Fragen an Ernst Woller (Kultursprecher, SPÖ Wien) stellen Martin Just (IG Kultur Wien, Vorstand) und Martin Blumenau (FM4).
14. 6.2010
Wiener Kulturpolitik: Marco Schreuder (Die Grünen)
2005 traten die Wiener Grünen mit einem umfangreichen Kulturprogramm zur Gemeinderatswahl an und setzten damit Kunst und Kultur ins Zentrum der Politik. Ansatzpunkt war damals wie heute eine nachhaltige und zukunftsorientierte Kunst- und Kulturpolitik. Kulturelle Nahversorgung, Schaffung von Freiräumen für kreatives Schaffen in Grätzeln sowie Demokratisierung von Kultur im öffentlichen Raum und offene Anlaufstellen für Kulturschaffende und Kulturinteressierte, sind Teile des kulturpolitischen Programms der Wiener Grünen.
Konnten Teile dieser Grünen Kulturpolitik bereits umgesetzt werden? Was sind die Kritikpunkte an der aktuellen kulturpolitischen Situation im roten Wien? Und wozu braucht es überhaupt Kulturpolitik?
Fragen an Marco Schreuder (Kulturpolitiker, Die Grünen Wien) stellen Willi Hejda (IG Kultur Wien, Vorstand) und Barbara Petsch (Die Presse).
Flyer Wiener Kulturpolitik
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