>>  Kulturinfoservice • Kultur veranstalten in Wien • Weitere Bestimmungen (2020) • 

Sitemap


Suchen


6 Weitere Bestimmungen

Das Wiener Veranstaltungsgesetz beinhaltet weitere verbindliche Bestimmungen, auf die wir hier nur überblicksmäßig und auszugsweise hinweisen können:

  • Kooperations- und Alarmierungspflicht (§ 25 Wr. VG): Hier wird u. a. bestimmt, dass Überwachungsorganen der MA 36 sowie der Landespolizeidirektion Wien auf Verlangen das Betreten und die Besichtigung der Veranstaltungsstätte zu ermöglichen ist, notwendige Auskünfte zu geben sind und auf Verlangen Einsicht in alle die Veranstaltung betreffenden Schriftstücke und behördlichen Bewilligungen gewährt werden muss. Ihren Anordnungen ist zu entsprechen. Außerdem wird hier festgelegt, dass im Gefahrenfall alle in der Veranstaltung anwesenden Personen alarmiert und zum Verlassen der Veranstaltungsstätte aufgefordert werden müssen.

  • Aufsicht (§ 26 Wr. VG): Die Veranstalter_innen haben für ausreichend viel Aufsichtspersonen zu sorgen, die mit der Veranstaltungsstätte und den den dortigen Sicherheitseinrichtungen vertraut sind, und Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen abstellen können.

  • Haus- oder Platzordnung (§ 27 Wr. VG): Für jede Veranstaltung, an der mehr als 1 000 Besucher_innen gleichzeitig teilnehmen können oder die ein erhöhtes Gefahrenpotenzial aufweisen, ist eine Haus- oder Platzordnung zu erstellen.

  • Garderobe und WC-Anlagen (§ 28 Wr. VG): Bei Veranstaltungen in Räumen ist für ausreichenden Aufbewahrungsplatz für Straßenoberbekleidung zu sorgen (bei mehr als 150 Besucher_innen oder bei in Reihen angeordneten Sitzen außerhalb der Veranstaltungsräume). Außerdem ist für die erforderliche Zahl an WC-Anlagen zu sorgen.

  • Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung (§ 29 Wr. VG)

  • Erste Hilfeleistung (§ 30 Wr. VG): Bei jeder Veranstaltung muss zumindest eine für die Erste-Hilfe-Leistung erforderliche medizinische Grundausstattung in gutem und hygienisch einwandfreiem Zustand (mindestens einen Verbandskasten Typ 2 gemäß ÖNORM Z 1020 oder eine gleichwertige Ausstattung) vorhanden sein.
    Bei jeder Veranstaltung, an der zwischen 20 und 1 000 Besucher_innen teilnehmen können, muss für die Erste-Hilfe-Leistung eine nachweislich in Erster-Hilfe-Leistung ausgebildete Person anwesend sein. Bei Veranstaltungen mit 1 000 bis 5 000 Besucher_innen ist die genaue Anzahl des erforderlichen Sanitätspersonals (Notärzt_innen, Sanitäter_innen sowie Führungspersonal) durch die Veranstalter_innen von einem gesetzlich zugelassenen oder bewilligten Rettungsdienst schriftlich festlegen zu lassen und der Behörde vorzulegen. Bei mehr als 5 000 Besucher_innen, hat die Veranstalterin bzw. der Veranstalter ein Sanitätskonzept durch einen gesetzlich zugelassenen oder bewilligten Rettungsdienst in Abstimmung mit der für den Rettungsdienst der Stadt Wien zuständigen Dienststelle des Magistrates erstellen zu lassen und der Anmeldung der Veranstaltung, allenfalls als Teil des Sicherheitskonzeptes anzuschließen.

  • Sicherheitskonzept (§ 31 Wr. VG): Bei Veranstaltungen, mit mehr als 5 000 Besucher_innen oder bei erhöhtem Gefahrenpotenzial, haben die Veranstalter_innen der Anmeldung der Veranstaltung ein Sicherheitskonzept anzuschließen.

  • Abfälle und Mehrwegprodukte (§ 32 Wr. VG): Bei Veranstaltungen mit mehr als 2 000 Besucherinnen ist ein Abfallkonzept zu erstellen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 1 000 Besucherinnen oder auf Liegenschaften im Eigentum der Stadt Wien sind Speisen und Getränke in Mehrweggebinden auszugeben.



Diese Aufzählung ist stark verkürzt. Verbindlich sind die §§ 22 ff des Wiener Veranstaltungsgesetzes.