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Unverbindliche Tipps für Veranstaltungen:

  • Um zu verhindern, dass das Corona-Virus bei der Veranstaltung verbreitet wird,
  • um Strafen zu vermeiden,
  • aber auch um Haftungsansprüche im Falle von Infektionen besser abwehren zu können, empfehlen wir:


1.) Haltet die Vorgaben der COVID-19-Lockerungsverordnung genau ein!

2.) Dokumentiert alle Maßnahmen, die ihr trefft, so genau wie möglich!

 

Wenn es bei eurer Veranstaltung zu einer Infektion mit dem Corona-Virus kommt, ist nicht auszuschließen, dass durch betroffene Personen (das sind jene, die sich infiziert haben, jene, die sich in weiterer Folge über die bei euch infizierten Personen angesteckt haben u. s. w. – im Fall von Lokalen in Ischgl war das halb Europa) Ansprüche gegen euch bei Gericht geltend gemacht werden. Es wird vermutlich erst in ein paar Jahren ausjudiziert sein, wie weit eure Haftung da gehen kann. Deswegen: Nach bestem Wissen und unter Aufbringung der erforderlichen Sorgfalt alle erforderlichen Schutzmaßnahmen treffen und dokumentieren, sodass dies im Klagsfall nachgewiesen werden kann.


Bei Veranstaltungen mit über 100 Besucher*innen (sobald diese erlaubt sind – siehe Seite Veranstaltungsverbote) ist ein COVID-19-Präventionskonzept erforderlich. Das Gesundheitsministerium hat dazu Empfehlungen veröffentlicht. Es kann auch für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen nützlich sein, diese Empfehlungen anzuschauen. Leider lassen diese Empfehlungen aber auch viele Fragen offen. Die IG Kultur Österreich arbeitet an einer Checklist für Veranstaltungen.


Einstweilen geben wir diese Tipps für Veranstaltungen (auch für weniger als 100 Besucher*innen)
(dies ist keine erschöpfende Aufzählung; verbindlich sind nur die Gesetze und Verordnungen):


  • Ermittelt durch Abmessen des Raums, Zeichnen eines Plans etc., wie viele Menschen in den Raum passen, wenn alle in allen Richtungen den erforderlichen Mindestabstand einhalten, und lässt nicht mehr als die auf diesem Weg ermittelte Anzahl von Personen in den Raum.
  • Wenn möglich (ab 100 Besucher*innen ist es verpflichtend) kennzeichnet die Plätze, auf denen die Personen stehen oder sitzen müssen (durch Bodenmarkierung, Absperrbänder oder, wenn sie sitzen sollen, durch Sessel). Ordnet die Plätze so an, dass zwischen den Personen (nicht zwischen den gekennzeichneten Punkten) ein Abstand von 1 Meter nicht unterschritten wird. (Ein Unterschreiten des Mindestabstands von einem Meter ist bei fixen Plätzen unter bestimmten Bedingungen erlaubt, dann ist zum Beispiel jeder zweite Sitz zwischen den Besucher*innen freizuhalten, die Plätze im Schachbrettmuster zuzordnen, Maskenpflicht – schaut dazu in die COVID-19-Lockerungsverordnung.)
  • Regelt das Zu- und Abströmen der Besucher*innen so, dass keine Ansammlungen entstehen.
  • Um Ansammlungen an der Kassa zu vermeiden, verkauft Tickets nach Möglichkeit online.
  • Erfasst, Name und Kontaktdaten der Besucher*innen der Veranstaltung, bewahrt diese Daten 28 Tage auf und vernichtet sie danach verlässlich. Die betroffenen Personen sind davon in Kenntnis zu setzen und müssen dem zustimmen, dass diese Daten zur Vermeidung von Infektionen, der Rückverfolgung von Infektionen und zur Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Verringerung des Ausbreitungsrisikos verwendet werden, bei euch lokal gespeichert und gegebenenfalls an die Gesundheitsbehörde weitergegeben werden, und dass diese Daten von euch nach Ablauf von 28 Tagen gelöscht werden. Stimmen einzelne Besucher*innen der Speicherung dieser Daten nicht zu, könnt ihr sie – auch zur Verminderung eures Haftungsrisikos – abweisen.
  • Wenn die Bestimmungen für die Abgabe von Speisen und Getränke nicht eingehalten werden können, lasst es bleiben oder beschränkt euch auf die Abgabe von Getränken in verschlossenen Behältnissen (Flaschen, Packerln …).
  • Sorgt für gute Belüftung des Raums vor (bei Veranstaltungen im Freien entfällt diese Notwendigkeit), während und nach der Veranstaltung.
  • Desinfiziert vor und nach der Veranstaltung und erforderlichenfalls auch während der Veranstaltung alle Flächen, die berührt werden - von der Türschnalle über die Sessel bis zum Klodeckel.
  • Sorgt für das Vorhandensein von ausreichend Desinfektionsmittel – für Flächen und für Hände.
  • Fixiert vertraglich zwischen Veranstaltungsstättenbetreiber*innen und Veranstalter*innen, wer welche Maßnahmen zu treffen hat.
  • Informiert die Besucher*innen darüber, welche Maßnahmen sie in Eigenverantwortung treffen müssen (Abstand, Maske, keine Teilnahme bei Auftreten von Corona-Symptomen), sorgt aber auch dafür, dass sie dies auch tun.
  • Haltet Mund-Nasen-Schutzmasken für Besucher*innen vorrätig, die ihre vergessen haben (derzeit ist in geschlossenen Räumen jedenfalls bis zum Einnehmen der Plätze die Maske zu tragen, bei Unterschreitung des Mindestabstands auch während der Veranstaltung, und jedenfalls dann wieder beim Verlassen des Platzes).

  • Überlegt euch, was sonst noch getan werden könnte. Wir werden diese Liste auch ergänzen.