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KIS - Kulturinfoservice

Wo veranstalten?

 

 

Nach dem Wiener Veranstaltungsgesetz dürfen Veranstaltungen nur in dafür geeigneten Veranstaltungsstätten durchgeführt werden. Wie eine Veranstaltungsstätte liegen, beschaffen, und eingerichtet sein muss, um geeignet zu sein, wird im Veranstaltungsstättengesetz geregelt.

 

  • Unter bestimmten Bedingungen (z. B. für die meisten Veranstaltungen bis zu 200 Besucher_innen) kann die Behörde die Eignung vermuten, wenn kein Grund besteht, daran zu zweifeln (z. B. nach vorangegangenen Beschwerden wegen Lärms oder wegen technischer Mängel). Bei einer solchen „Eignungsvermutung“ muss kein Bescheid beantragt werden.

  • Für bestimmte Veranstaltungen muss die Eignung von der MA 36 (Magistratsabteilung 36 – Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gasangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen) mit Bescheid festgestellt werden.

  • Ein solcher Bescheid kann für die geplante Veranstaltungsstätte bereits vorhanden sein und gilt, solange keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen werden.

  • Wenn eine Eignungsfestellung erforderlich, aber nicht vorhanden ist, muss sie bei der MA 36 beantragt werden.

 

Findet die Veranstaltung nicht in eigenen Räumen der_des Veranstalters_in statt, sondern in fremden, sollte ein Mietvertrag abgeschlossen werden, in dem neben der Raummiete auch Vereinbarungen über den Zeitraum der Benützung (auch für Vorbereitungen), Inventar, Ausschank (durch Vermieter_in, Veranstalter_in, Dritte; in welchen Zeiten), Reinigung und Haftungsfragen niedergeschrieben werden. Hier ist auch zu vereinbaren, wer ggf. eine notwendige Eignungsfeststellung beantragt und wer die Kosten dafür trägt.


Achtung! Eignungsfeststellungen beziehen sich immer auf bestimmte Veranstaltungsarten. Auch im Falle der Eignungsvermutung kann die Behörde auf einer Eignungsfeststellung bestehen.


 

Barrierefreiheit


Auch Rollstuhlfahrer_innen muss es möglich sein, die Veranstaltungsstätte zu benutzen. Es müssen geeignete stufenlose und ausreichend breite Wege vorhanden sein, gegebenenfalls sind Rampen oder Lifte einzubauen, mindestens eine WC-Anlage muss für Rollstuhlfahrer_innen ausreichend groß und mit Haltegriffen ausgestattet sein. Je 100 Personen Fassungsraum muss Platz für zwei Rollstuhlfahrer_innen sein, mindestens jedoch für zwei (es ist aber auch kein Platz für mehr als 20 Rollstühle vorgeschrieben). Ausnahmen gibt es für Veranstaltungsstätten, die bis 1977 eine Eignungsfeststellung bekommen haben, wenn der Umbau mit einem nicht zumutbaren Aufwand verbunden ist. Bei größeren Um- oder Ausbauten bestehender Veranstaltungsstätten ist jedenfalls die Benutzbarkeit durch Rollstuhlfahrer_innen herzustellen.


Zusätzlich sind die bundesgesetzlichen Bestimmungen zur Barrierefreiheit zu beachten.

Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz

Seit 1. Jänner 2006 gibt es auch auf Bundesebene eine gesetzliche Grundlage, generell Maßnahmen zur Barrierefreiheit umzusetzen. Im sogenannten Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet sich der Bund, geeignete und konkret erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu Leistungen und Angeboten zu ermöglichen. Ziel des Gesetzes ist die uneingeschränkte Nutzung von Objekten, Gütern und Dienstleistungen durch alle Menschen. Hindernisse, wie etwa Stufen oder zu geringe Türbreiten, können nach den Bestimmungen des Behindertengleichstellungsgesetzes eine Diskriminierung darstellen und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.


Weitere Informationen auf: www.bizeps.or.at/gleichstellung/rechte/bgstg.php

 

 

 


Eignungsvermutung

 

Bei kleineren Kulturveranstaltungen bis zu 200 Besucher_innen (ausgenommen anmeldepflichtige Theater-, Varieté- und Zirkusveranstaltungen) kann die Behörde die Eignung vermuten, wenn kein Grund besteht, daran zu zweifeln (z. B. nach vorangegangenen Beschwerden wegen Lärms oder wegen technischer Mängel). In solchen Fällen ist keine Eignungsfeststellung erforderlich. Wenn allerdings die Behörde für eine bestimmte Veranstaltung Zweifel an der Eignung der gewählten Veranstaltungsstätte hat, muss sie die_den Veranstalter_in mit Bescheid beauftragen, eine Eignungsfeststellung zu beantragen.

Die Eignungsvermutung gilt für Veranstaltungen (ausgenommen anmeldepflichtige Theater-, Varieté- und Zirkusveranstaltungen):

  • in geschlossenen Räumen bei höchstens 200 Besucher_innen

  • auf umzäunten Orten im Freien bei bis zu 200 Besucher_innen

  • auf nicht umzäunten Orten im Freien bei bis zu 300 Besucher_innen


Eignungsfeststellung

 

Wenn für die geplante Veranstaltung nicht die Eignungsvermutung gilt, muss die Eignung der Veranstaltungsstätte per Bescheid vom Magistrat festgestellt werden.

In der Eignungsfeststellung wird festgelegt, für welche Arten von Veranstaltungen – z. B. Lesungen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Kinovorführungen, Tanzveranstaltungen, Sportveranstaltungen – die Veranstaltungsstätte geeignet ist und welche Auflagen bei der jeweiligen Art von Veranstaltung zu erfüllen sind. Eine solche Eignungsfeststellung gilt für die Veranstaltungsstätte, solange keine wesentlichen baulichen Veränderungen vorgenommen werden, auch wenn sich die Inhaber_innen ändern und unabhängig davon, wer darin eine Veranstaltung durchführt. Rechtlich wird das „dingliche Bescheidwirkung“ genannt.


Eigene Veranstaltungsstätte


Wenn ein_e Veranstalter_in eine Veranstaltung in eigenen Räumen durchführt, für die keine Eignungsfeststellung vorliegt, für die geplante Veranstaltung aber erforderlich ist, muss sie eine Eignungsfeststellung bei der MA 36 beantragen. Dabei ist zu empfehlen, die Eignungsfeststellung gleich für alle künftig möglichen Veranstaltungen auf einmal zu beantragen.

Der Antrag auf Eignungsfeststellung ist zusammen mit Plänen und Beschreibungen bei der MA 36 einzureichen. Diese prüft anhand dieser Unterlagen, zieht eventuell andere Fachdienststellen, Polizei und Arbeitsinspektorat hinzu und führt, wenn nötig (fast immer), auch einen Lokalaugenschein durch. Dafür fallen Kommissionsgebühren an. Nach positiver Erledigung ergeht an die Antragsteller_innen ein Bescheid, in dem die Eignung für die beantragten Veranstaltungsarten festgestellt wird und in dem Auflagen vorgeschrieben werden, die bei deren Durchführung zu beachten sind. Ein Eignungsfeststellungsverfahren kann lange dauern und sollte daher so früh wie möglich beantragt werden.


Fremde Veranstaltungsstätte


Soll eine Veranstaltung, für die nicht die Eignungsvermutung gilt, in fremden Räumen durchgeführt werden, muss bei der_dem Veranstaltungsstättenbetreiber_in erfragt werden, ob für die Art der geplanten Veranstaltung eine Eignungsfeststellung vorhanden ist. Wenn keine passende Eignungsfeststellung vorliegt, muss entweder rechtzeitig eine solche beantragt oder eine andere Veranstaltungsstätte gesucht werden.

 

 

Die_Der Veranstaltungsstättenbetreiber_in ist verpflichtet, der_dem Veranstalter_in vorhandene Eignungsbedingungen der Behörde zugänglich zu machen, da sich einzelne Auflagen auch an die jeweiligen Veranstalter_innen richten können.

 

 

Zuständige Stelle:


Eventcenter der MA 36 – Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gasangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen


 



Veranstaltungen im Freien

Veranstaltungen im Freien

Veranstaltungen im Freien sind immer bei der MA 36 anzumelden. Die Erleichterungen für kleine Veranstaltungen bis zu 200 Teilnehmer_innen gelten hier nicht.

Auch für Veranstaltungen im Freien gilt, dass die Veranstaltungsstätte für die geplante Veranstaltung im Sinne von Veranstaltungsgesetz und Veranstaltungsstättengesetz geeignet sein muss. Für Veranstaltungen auf – zum Beispiel durch einen Zaun – eingegrenzten Flächen im Freien kann die Behörde bei bis zu 200 Besucher_innen die Eignung vermuten, bei nicht eingegrenzten Bereichen bei bis zu 300 Besucher_innen. Bei solchen Veranstaltungen ist daher keine behördliche Eignungsfeststellung zu beantragen. Die Bestimmungen des Veranstaltungsstättengesetzes sind – beispielsweise was Fluchtwege betrifft – aber zu beachten. 

Öffentlicher Raum?

Öffentlicher Raum?

 

Längst ist nicht alles öffentlich, was frei zugänglich ist. Ein großer Teil des frei zugänglichen Raums ist im Eigentum von Personen oder Körperschaften. In diesem Fall wird oft von „halböffentlichem Raum“ gesprochen.

An solchen sogenannten halböffentlichen Orten haben die Eigentümer_innen ein Hausrecht, das sich von ihrem zivilrechtlichen Eigentum ableitet. Auf Anfrage und zumeist gegen Geld können sie die Nutzung auch für Veranstaltungen erlauben.

Für Veranstaltungen in solchen „halböffentlichen“ Bereichen ist daher die privatrechtliche Genehmigung der Inhaber_innen dieser Flächen oder Gebäude einzuholen – auch wenn diese wiederum ganz oder teilweise in öffentlichem Besitz sind. Das Veranstaltungsgesetz ist zusätzlich einzuhalten!



Beispiele für „halböffentliche Räume“:

  • Bahnhöfe (ÖBB-Infrastruktur AG / ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, Kontaktadressen auf www.oebb-immobilien.at)

  • U-Bahn-Stationen (Wiener Linien GmbH & Co KG / Wiener Stadtwerke Holding AG; Kontaktadressen auf www.wienerstadtwerke.at)

  • Einkaufszentren

  • manche Parks

  • Donauinsel

  • Wohnhöfe

  • Kulturquartiere (z. B. MQ)

     

Veranstaltungen auf Straßen und Plätzen


Für Veranstaltungen auf Straßen und auf Plätzen – dazu zählen nicht nur die Fahrbahnen, sondern auch Fuß- und Radwege und die Gehsteigbereiche – muss zusätzlich zur veranstaltungsgesetzlichen Berechtigung eine Bewilligung der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) eingeholt werden. Der Antrag muss mindestens vier Wochen vor der geplanten Veranstaltung eingereicht werden. Danach wird eine Ortsverhandlung durchgeführt, und erst nach dieser wird entschieden, ob eine Bewilligung erteilt wird. Die Bewilligungserteilung steht im Ermessen der Behörde.


Zuständige Stelle:

MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten

Niederhofstraße 21, 1120 Wien

Kundencenter: 1. Stock, Eingang: Ignazgasse 4, 1120 Wien

Anträge für Gebrauchserlaubnis einreichen: Mo. – Fr. 8–15 Uhr.

Beratungen und Auskünfte: Di. u. Do. 8–12 Uhr.

Telefon: +43/(0)1/81114–92127

E-Mail: gebrauchserlaubnis(at)ma46.wien.gv.at 

Veranstaltungen in Parks

Veranstaltungen in Parks

Wenn die Veranstaltung in einem Park stattfinden soll, ist zuerst zu unterscheiden, wem der Park gehört:


  • Wiener Stadtgärten“ (MA 42):

Zu den Wiener Stadtgärten gehören die meisten Parkanlagen in Wien – von kleineren Parks in allen Bezirken bis zu großen wie Donaupark und Prater.

Veranstaltungen in Wiener Stadtgärten sind mindestens vier Wochen vorher bei der MA 42 anzumelden. Sollen für die Veranstaltung auch irgendwelche Anlagen errichtet werden, muss die Anmeldung zwölf Wochen vorher erfolgen. Veranstaltungen dürfen den Erholungswert der Parkanlage nicht beeinträchtigen.


Zuständige Stelle:


MA 42 – Wiener Stadtgärten

Johannesgasse 35, 1030 Wien

Gartentelefon: +43/(0)1/4000–8042

E-Mail: post@ma42.wien.gv.at


  • Bundesgärten:

Zu den dem Lebensministerium unterstehenden Bundesgärten zählen zum Beispiel Augarten, Belvederegarten, Burggarten und Schlosspark Schönbrunn.

Es ist „rechtzeitig“ um eine Bewilligung anzusuchen. Je nach Art der Veranstaltung kann die Bearbeitung rasch erfolgen oder auch mehrere Wochen beanspruchen und mit unterschiedlichen Kosten verbunden sein.

Zuständige Stelle:


Österreichische Bundesgärten

Schönbrunn, 1130 Wien

Telefon: +43/(0)1/8775087

E-Mail: office(at)bundesgaerten.at


Öffentlichkeitsarbeit:

Telefon: +43/(0)1/8775087–481

E-Mail: public(at)bundesgaerten.at 

Veranstaltungen in Wäldern und auf Wiesen

Wälder und Wiesen obliegen zumeist der MA 49 (Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien).



MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb

Volksgartenstraße 3, 1082 Wien

E-Mail: post@ma49.wien.gv.at

 

Veranstaltungen in Landschafts- oder Naturschutzgebieten

Veranstaltungen in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten bzw. im Bereich von Naturdenkmälern und geschützten Biotopen sind nur mit Genehmigung der Umweltschutzabteilung MA 22 erlaubt.

MA 22 – Umweltschutz

Dresdner Straße 45, 1200 Wien

Telefon: +43/(0)1/4000–73440

E-Mail: post@ma22.wien.gv.at



 

Veranstaltungen auf Märkten

Veranstaltungen auf Märkten müssen vom Marktamt (MA 59) bewilligt werden.



MA 59 – Marktamt

Am Modenapark 1–2, 1030 Wien

Telefon: +43/(0)1/4000–59210

E-Mail: post(at)ma59.wien.gv.at



 

Veranstaltungen mit Tieren

Veranstaltungen mit Tieren müssen von der MA 60 (Veterinärdienste und Tierschutz) bewilligt werden. Der Antrag ist mindestens vier Wochen vor der geplanten Durchführung zu stellen, für die Haltung von Tieren in Zirkussen, Varietés u. Ä. mindestens zwei Wochen vor der Veranstaltung.





MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz – Dienststellenleitung

Karl-Farkas-Gasse 16, 1030 Wien

Telefon: +43/(0)1/4000–8060

Telefon: +43/(0)1/79514–97615

E-Mail: post(at)ma60.wien.gv.at



 

Straßenkunst

Straßenkunst

 

Musizieren, Tanzen, Zeichnen, Malen und sonstige künstlerische Aktivitäten in kleinem Rahmen werden in der Wiener Straßenkunstverordnung reglementiert.

Allgemein gilt:

Vorführungen von Straßenmusik, Tanz, Varieté, Zauberkunststücken, Marionetten-, Puppen- und Schattenspielen sowie szenische Aufführungen, alle jeweils ohne bühnenmäßige Ausstattung, sowie bildende Kunst wie Porträtmalerei dürfen dargeboten werden:

  • durch Einzelpersonen oder Gruppen bis zu sechs Personen

  • mit einem Mindestalter von 16 Jahren

  • an genau bestimmten und meist gekennzeichneten Orten

  • oft nur mit Platzkarte

  • zu bestimmten Zeiten (bildende Kunst von 14 bis 22 Uhr, andere erlaubte Darbietungen an platzkartenpflichtigen Orten von 16 bis 20 Uhr und an anderen gestatteten Orten von 12 bis 20 Uhr)

  • maximal zwei Stunden lang (pro Darbietung, Platzwechsel nur zur vollen Stunde)

  • unentgeltlich (die Annahme von Spenden ist jedoch erlaubt)

  • nur mit Behelfen, die weder Zuseher_innen oder Anrainer_innen gefährden oder belästigen noch den Verkehr stören

  • ohne Sitzgelegenheiten für Zuschauer_innen

  • ohne Trommeln

  • ohne laut oder hoch tönende Holzblasinstrumente

  • nur mit Dämpfereinsatz bei Blechblasinstrumenten und Saxophonen

  • ohne Verstärkeranlagen

  • unter Einhaltung von Immissionsgrenzwerten gemäß § 3 Z 8 der Straßenkunstverordnung





Je nach Art des Platzes und Art der Darbietung gelten unterschiedliche Bestimmungen.

Es wird unterschieden zwischen:

  • akustischer Straßenkunst (z. B. Straßenmusik)

  • stiller Straßenkunst

    • stille Straßenkunst (z. B. Pantomime) außer bildender Kunst

    • bildende Kunst (z. B. Malen)

    • stille Straßenkunst (inkl. bildender Kunst)

Es gibt

  • platzkartenpflichtige Orte für akustische und stille Straßenkunst außer bildender Straßenkunst (großteils im 1. Bezirk)

  • platzkartenpflichtige Orte für bildende Straßenkunst (großteils im 1. Bezirk)

  • Orte ohne Platzkartenpflicht für akustische Straßenkunst (großteils nicht im 1. Bezirk)

  • für stille Straßenkunst freigegebene Fußgänger_innenzonen und Parks (in den Bezirken 7–23)


Platzkartenpflichtige Straßenkunst


Beantragt kann eine Platzkarte jederzeit bei der MA 36 werden. Ausgegeben wird sie allerdings nur jeweils am letzten Montag eines jeden Monats für den jeweiligen Folgemonat. Die Platzkarte enthält die Termine für den ganzen Monat.

Die Ausstellung dieser Platzkarte kostet 6,54 Euro (Stand April 2013). Bezahlt werden muss bar bei der Platzkartenvergabe. Außerdem ist ein amtlicher Lichtbildausweis vorzulegen.

Bei Gruppen braucht jede Person eine eigene Platzkarte. Platzkarten sind nicht übertragbar. Sie können also nicht getauscht und bei Krankheit nicht an eine_n Vertreter_in weitergegeben werden.

Während der Darbietung muss die Platzkarte sichtbar mitgeführt oder aufgelegt werden, damit die Polizei sie ohne Aufforderung überprüfen kann.

Platzkarten werden ausschließlich für stille und akustische Straßenkunst von 16 bis 20 Uhr, für bildende Kunst von 14 bis 22 Uhr ausgegeben.


Orte siehe Anlage I der Wiener Straßenkunstverordnung 2012

a) für akustische und stille Straßenkunst (ausgenommen bildende Straßenkunst)

b) für bildende Straßenkunst



Straßenkunst ohne Platzkartenpflicht


Akustische Straßenkunst ist an 33 genau definierten und gekennzeichneten Plätzen auch ohne Platzkarte erlaubt (Anlage II der Straßenkunstverordnung):

  • von 12 bis 20 Uhr

  • für höchstens zwei Stunden (Platzwechsel nur zur vollen Stunde)



Stille Straßenkunst darf in den Bezirken 7 bis 23 in Fußgänger_innenzonen und in Parks („in vornehmlich dem Fußgängerverkehr vorbehaltenen Bereichen im Freien“) von 12 bis 20 Uhr dargeboten werden (§ 2 Straßenkunstverordnung 2012). Bei Parks sind auch deren Öffnungszeiten zu beachten. Von Hauseingängen, Hauseinfahrten, Passagen, Stiegenaufgängen, Fahrbahnen oder Gleisen von gastgewerblich benutzten Straßenflächen und dergleichen sind mindestens fünf Meter Abstand zu halten, von Kircheneingängen muss ein Abstand von mindestens 25 Metern eingehalten werden.

Alle Orte für Straßenkunst sind in der Wiener Straßenkunstverordnung angeführt:

http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/i5800700.htm 



Zuständige Stelle:

MA 36 – Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gasangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen

Eventcenter

Dresdner Straße 75, 4. Stock, Zimmer 420, 1200 Wien

Telefon: +43 1 4000-36336

E-Mail: event(at)ma36.wien.gv.at

Öffnungszeiten des Eventcenters: Mo. – Mi. 7.30–15.30 Uhr

Do. 7.30–17 Uhr

Fr. 7.30–15.30 Uhr 

Veranstaltungen im Wiener Donaubereich

Veranstaltungen im Wiener Donaubereich müssen mindestens acht Wochen vorher bei der MA 45 (Wiener Gewässer) angemeldet werden. Sollen Anlagen beim oder im Wasser errichtet werden, zwölf Wochen vorher. In das daran anschließende Verfahren werden von der MA 45 die betroffenen Bezirke, Bundesdienststellen und andere betroffenen Dienststellen eingebunden. Danach kann mit den Grundstückeigentümer_innen Via Donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH oder MA 45 (Wiener Gewässer) ein Grundbenützungsvertrag abgeschlossen werden. Um die Sicherheit von Personen und Schifffahrt nicht zu gefährden, sind umfassendere Auflagen zu beachten als bei Veranstaltungen an Land.



Zuständige Stelle:

 

MA 45 – Wiener Gewässer



Wilhelminenstraße 93, 1160 Wien

Telefon: +43/(0)1/4000–96519

E-Mail: post(at)m45.magwien.gv.at

Amtsstunden: 7.30– 5.30 Uhr


 

Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum kann vielgestaltig und vielfältig sein. Wenn in der Stadt Wien von Kunst im öffentlichen Raum gesprochen wird, ist damit die „Belebung des öffentlichen Raums der Stadt Wien mit permanenten bzw. temporären künstlerischen Projekten“ durch die Kunst im öffentlichen Raum GmbH, kurz: KÖR, gemeint. KÖR vergibt aber nicht nur Aufträge an Künstler_innen oder lobt Wettbewerbe aus oder vergibt Förderungen. Bei KÖR können auch permanente oder temporäre Projekte eingereicht und mit deren Hilfe und Unterstützung umgesetzt werden.

Das Aufstellen von Skulpturen oder Installationen ohne Genehmigung zieht neben allfälligen Strafen bisweilen auch ihre Entfernung nach sich.

 

Kunst im öffentlichen Raum Wien

 

Museumsplatz 1, 1070 Wien, Stiege 15

Telefon: +43/(0)1/52189–1257

E-Mail: office(at)koer.or.at 


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