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Schlauchboot auf Gleis 5

 

Im Juli 2011 legte drei Tage lang ein Schlauchboot im Wiener Resselpark an. Im Rahmen der Theaterperformance „Schlauchboot auf Gleis 5" konnten PassantInnen in Kleingruppen eine Fahrt durch das Bassin vor der Karlskirche antreten und die absurden Untiefen des Themas Fremdsein in Wien ausloten:


Zugfahrtstimmung herrscht im Schlauchboot. Die Reise, so steht es auf den Tickets, führt von Baden nach Wien Karlsplatz. Eine rätselhafte Frau verwickelt die Mitreisenden in ein Gespräch übers Anders- und Fremdsein. Als ein Schaffner mit übertriebenem Pflichtbewusstsein die Dokumente der Frau überprüft, wird es ungemütlich im Boot. Im Gepäcksnetz flattert ein totes Huhn. Der Bordservice serviert Missgunst statt Mokka. Wasser dringt ins Abteil. Die Stimmung kippt, die Rollen werden vertauscht: „Fremd“ sind nun die Mitreisenden, die als afrikanische Flüchtlinge überstürzt das sinkende Boot verlassen und am Beckenrand in das groteske Prozedere der italienischen Einwanderungsbehörde geraten.


Die im Stück thematisierten Einwanderungserfahrungen basieren Interviews mit MigrantInnen unterschiedlichster sozialer Schichten.



Projekteinschätzung


„Schlauchboot auf Gleis 5" illustrierte die komplexe Problematik des Neubeginns in der Fremde. Das Publikum im Boot wurde direkt mit dem Thema konfrontiert und in die Handlung involviert, vom improvisierten Gespräch über Beschimpfungen bis hin zu nassen Füßen und einer kafkaesken Grenzkontrolle. Durch das Bespielen eines öffentlichen Ortes, an dem sich die sozialen Gruppen der Stadt durchmischen, haben wir ein mehrheitlich theaterfernes, heterogenes Publikum erreicht: Werktätige auf Mittagspause, Studierende der anliegenden TU, TagestouristInnen aus der Provinz, Obdachlose. Unser „erstes Wiener Schlauchboottheater“ stieß auf reges Interesse: Das Boot war voll, das Bassin umringt von Schaulustigen. Kurier, Wiener Zeitung, Falter, Le Cool, der Standard, Radio Wien sowie ORF "Wien heute" berichteten.



Biografie/Selbstdarstellung


Das Kunstverschmelzungskollektiv Special Symbiosis ist ein Kunst- und Theaternetzwerk, das Crossover-Projekte realisiert, die nicht nur unterhalten, sondern aufrütteln, provozieren und zum Nachdenken anregen sollen. Inzwischen schufen über 70 kulturbegeisterte „Symbiontikerinnen und Symbiontiker" aus ganz Österreich Theaterstücke, Kurzfilme, Videoclips, eine TV-Show auf OKTO (nominiert für den Innovationspreis 2010), Performances, Objektinstallationen, szenische Lesungen, Experimentalmusik, Hörspiele und vieles mehr. Trotz chronischer Unterfinanzierung gelingt es Special Symbiosis, immer anspruchsvollere, diversifizierte Projekte auf die Beine zu stellen.


www.special-symbiosis.at

 


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